· 

MOUNTAIN - Gitarrist Leslie West ist am 23. Dezember im Alter von 75 Jahren an einem Herzstillstand verstorben. R.I.P.

Bio: Wikipedia

West wurde in New York geboren und wuchs in Hackensack, New Jersey auf. Nach der Scheidung seiner Eltern änderte er seinen Nachnamen von Weinstein in West. Er lernte im Alter von 12 Jahren klassische Gitarre zu spielen. Später interessierten ihn besonders Cream und The Beatles. Er war zuerst Mitglied der Band The Vagrants, die im Jahr 1967 mit der Cover-Version des Songs Respect von Otis Redding erfolgreich wurde. Die Veröffentlichungen der Band The Vagrants wurden teilweise von Felix Pappalardi produziert.

Mountain wurde im Jahr 1969 von West und Pappalardi gegründet. West hatte zuvor sein gleichnamiges erstes Soloalbum veröffentlicht. Mountain wurde oft mit Cream verglichen, mit der Pappalardi zusammengearbeitet hatte. Der Rolling Stone nannte Mountain „eine lautere Version von Cream“. Wests Gitarrenspiel wies jedoch immer Richtung Rock, während Eric Clapton zu dieser Zeit noch klar im Bluesrock verhaftet war. Nicht nur deshalb wurde Mountain oft auch als erste Hardrockband der Welt bezeichnet. Hierbei muss aber bedacht werden, dass Led Zeppelins Debütalbum auch 1969 erschien. Leslie West wurde später von einigen Gitarristen aus dem Hard&Heavy-Bereich wie Eddie Van Halen oder Zakk Wylde als Vorbild bzw. Jugendidol genannt.

 

Am Samstag, den 16. August 1969 trat die Band beim Woodstock-Festival auf, ergänzt durch den Keyboarder Steve Knight. Die Band hatte ihre größten Erfolge mit Mississippi Queen und dem von Jack Bruce geschriebenen Theme for an Imaginary Western.

Nach der Trennung von Mountain veröffentlichten West und Mountains Schlagzeuger Corky Laing zusammen mit Jack Bruce zwei Studio- und ein Livealbum unter dem Namen West, Bruce & Laing. 1974 kam es zur Reunion von Mountain, die aber nicht bis zum Ende des gleichen Jahres hielt. Es wurde in dieser Zeit das letzte unter Mitwirkung Pappalardis aufgenommene Studioalbum „Avalanche“ veröffentlicht. Mountain trat dann bis heute sporadisch immer mal wieder in Erscheinung.

 

West arbeitete musikalisch in den 1970er Jahren noch mit The Who auf ihrem Album Who’s Next und Bo Diddleys 1976 veröffentlichtem Album zusammen. Ende 1975 war West einige Zeit als Ersatz für den bei Lynyrd Skynyrd ausgestiegenen Ed King im Gespräch. Es folgten auch noch gemeinsame Veröffentlichungen bzw. Gastauftritte mit Joe Bonamassa und Ozzy Osbourne. West zählt heute Eric Clapton zu seinen größten musikalischen Einflüssen.

Im Juni 2011 wurde West ein Teil des unteren rechten Beines aufgrund von lebensgefährlichen Komplikationen seiner Diabeteserkrankung amputiert. Sein erster öffentlicher Auftritt bereits zwei Monate nach der Operation war das Rock 'N' Roll Fantasy Camp in den Gibson Studios am 13. August 2011 in New York.

 

Leslie West verstarb am 23. Dezember 2020 an einem Herzstillstand.